Möglichst kleine Straßen sollen es sein, gerne ungeteert, gerne durch kleine Dörfer, gerne ursprünglich.

Frühstück in der Sonne

Heute morgen gibt es noch ein paar Tipps von den Österreichern, die wir gestern Abend kennengelernt haben. Und so steht unser heutiges Ziel auch schon fest, aber erst einmal wird gefrühstückt. Ein Rest des ungarisches Brotes, selbstgemachte Marmelade, frisches Obst mit Joghurt, Leinsamen, Haferflocken….dann starten wir.

Auf geht’s..

ich fahre heute zuerst, Robert hat sich die Route ausgedacht. Wir sind an der Holzkirchenstrasse, da ist auch schon die erste Holzkirche, die Biserica Nasterea. Idyllisch gelegen in der Seitenstraße des kleinen Dorfes, 1km abseits mitten im Grünen in einem Berghang, wunderschön, doch leider geschlossen.

Weiter geht es…“Stopp, hier links“, lautet die Anweisungen für mich. Nach kurzer Zeit gibt’s die gewünschte Schotterpiste. Einfach gekleidete Rumänen arbeiten auf ihren Feldern, sehen uns hinterher, Kinder staunen über das wohl ungewöhnliche „Auto. Sie  winken uns zu, wir winken zurück….

Die Piste wird schmaler, eigentlich sind es nur noch 2 Spurrillen im Feld, matschig wird es auch. Wir tauschen, ich möchte ein paar Bilder machen. Dann endet dieser Weg – und ich habe vor lauter Diskussion vergessen ein Bild zu machen. Das wäre der Moment (laut Fahrertraining von Land  Rover) an dem wir aussteigen mūßten, den Weg erkunden und überlegen, ob wir schadlos zurück kommen würden…. Wir sind am Anfang der Reise, wir wollen kein Risiko eingehen und treten den Rückzug an, fahren auf der Dorfstraße weiter.

Genervt…

Tücke der Technik, an dieser Stelle war der Beitrag fertig, aber die Netzverbindung abgebrochen, wisst ihr wie das nervt? DAAS NEEERVT. Ja, selbst schuld, ich weiß es doch-schließlich könnte ich ja alles vorschreiben…..nun die abgespeckt Version…

Mănăstirea Soborul Sfinților

Wir sind im Norden von Transylvanian angekommen. In der kleinen Stadt Barsana. Dort befindet sich ein eindrucksvolle Kloster, eines der schönsten Holzbauten. Auf deutsch, beutetet es Kloster der 12 Apostel. 1791 wurde die Klosteranlage teilweise zerstört und dann abgetragen.

Erst im Jahr 1993 entstand die neue Klosteranlage, in traditionellem Stil, ganz aus Eichenholz. Es wird heute als rumänisch-othodoxes Nonnenkloster genutzt. Neben der Klosterkirche gehören auch das hübsche Wohnhaus der Nonnen mit einem eindrucksvollen Dachstuhl und ein kleines Museum mit Souvenirs und kirchlicher Kunst zum Bârsana-Kloster.

 

Viseul de Sus

Wir sind angekommen am Ziel für heute und fahren hinter eine Mauer auf einen Schottterplatz, stehen auf dem Parkplatz für die Banhtouristen, zugleich auch Campingplatz. Nach den idyllischen Plätzen vorher, ist das gefühlt eine glatte 6. Streunende Hunde, Massen von Touristen, WoMos mit lautem TV…..sollen wir hier wirklich bleiben? Aber natürlich kann ich es uns auch hübsch fotografieren 😉 Das ist unser Platz für die Nacht.

Neben uns steht ein Deutscher-Camper. Der Mann spricht uns an. Er rät uns für morgen für die Bahnfahrt Kissen mit zu nehmen, dann ist er in seiner Vergangenheit. Er stammt aus der Region hier, hat früher Holzräder für Pferdekarren hergestellt, war bei der Armee, auch seine Frau stammt von hier. Dann sind sie nach Deutschland gegangen und er hat als Fernfahrer gearbeitet, 5000 km die Woche, bis zur Rente (wir fahren jetzt in 4 Wochen 6000). Genau zum Tag der Rente haben sich die 2 diesem Camper gegönnt und reisen seit dem viel durch die Lande, interessante Menschen, persönlichen Geschichten, das mag ich beim Reisen dieser Art.

Er fragt uns, ob wir auch in Sapanta waren. Wir bejahen. Ihn frustriert es, denn es gib den Hinweise zu einem Armenfriedhof, ob wir den gesehen hätten. Natürlich nicht, denn leider sind alle Schilder nur in Landessprache. Er erzählt uns, dass auf dem fröhlichen Friedhof nur die Reichen „liegen“, 1000 Euro pro Grab.

Ein weiterer Mann gesellt sich hinzu: „Do you speak english“. Klar sprechen wir englisch, aber eigentlich er auch deutsch. Ein Schotte. Wir unterhalten uns, landyverrückt ist er, wir zeigen ihm den Ausbau….sein Sohn besitzt 3 Landys, wir tauschen Adressen, er sagt wir sollen Bescheid sagen wenn wir in Schottland sind.

21:00Uhr,  inzwischen ist es dunkel, noch immer kommen Züge mit riesigen Holzstämmen zurück. Wir sind gespannt auf morgen…

Wir tingeln weiter bis Viseu de Sus

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8 Gedanken zu „Wir tingeln weiter bis Viseu de Sus

  1. Nur noch eine Woche bis zur Bundestagswahl.
    Irgend wann wird Europa = Deutschland all‘ diese
    Menschen in die Arme schließen müssen.

    Robert ist sehr tapfer!
    LG.

    Eli

    1. Wir haben schon gewählt, Briefwahl, und ich finde es wichtig all diese Menschen in die Arme zu schliessen. Auch wenn, ich merke, dass gar nicht alle es möchten, auch wenn der Unterschied manchmal schon gewaltig ist. Den Untsrschied hat uns heute auch wieder ein rumänische Pärchen bestätigt. Sie fahren zum Urlaub nach Österreich, weil die Infrastruktur besser ist (und sie es sich leisten können) – wir wollen das ursprüngliche Rumänien sehen, dass sie auch lieben. Aber viele Menschen sind zuuuuu arm, erklären sie uns und die EU Gelder würden in den Taschen landen und nicht wo sie hin gehören….

  2. „Kein Netz“ hatten wir bei unserem 2-wöchigen Paddelurlaub mitten in Deutschland (Sachsen-Anhalt, Thüringen, Bayern) auch oft!!!
    Auch nach dem Tod bleibt also die Schere zwischen ARM und REICH bestehen, jedenfalls im Diesseits!
    Früher war ich ein großer Drakula-Fan. Lasst euch nicht aussaugen und nehmt genug Knoblauch, silberne Kreuze und Holzpflöcke mit in die Karparten!!!

    1. Kein Netz ist ok, sogar manchmal wunderbar, aber wenn ein Beitrag gerade fertig ist, dann das WLAN abbricht, könnte ich zum Rumpelstilzchen werden. wir sind nun in Siebenbürgen, heute war der bisher schönste Tag unserer Reise, aber der Beitrag ist noch nicht dran. Du darfst gespannt auf Bilder sein.

  3. Der Platz hat dir nicht gefallen, aber du hast ihn trotzdem nett fotografiert, klasse! 😀 Es muss ja nicht immer alles nach dem eigenen Geschmack gut sein. Dsnke für deinen Post. LG

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