Ca. 500 km sind es von zu Hause bis nach Hirthals. Von dort startet unser Abenteuer ISLAND mit Zwischenstopp auf den Färöer Inseln. Die Smyril Line wird uns an unser Ziel bringen. Was hat die Fähre zu bieten? Wie sieht die Fahrtroute aus? Ob’s doll wackelt?

Auf zur Smyril Line

Der Wecker klingelt um 5 Uhr. Ab unter die Dusche und schnell den Rest in den Landy packen. Ich mische mir noch mein Ingwer-Zitronen-Wasser gegen Reiseübelkeit. Da kann ja nix mehr schief gehen.

Ich bin aufgeregt. Das vertraute Brummen des Motors – wir rollen vom Hof. Um kurz nach 6 sind wir auf der Bahn.

Der Nebel wabert über die Felder. Ein Baumwipfel, ein Rinderkopf, ein Stück Weidezaun lugen aus ihm hervor. Der Morgen ist traumhaft, als wenn die Sonne uns ein „happy holliday“ schicken wollte. Good bye Germany.

Gegen 13:30 erreichen Hirthals. Wir statten einem namhaften Discounter noch einen Kurzbesuch ab. Dann fahren wir zum Check-In. Das Wetter ist inzwischen gar nicht mehr traumhaft. Ich bin gar nicht amüsiert, als es heisst: Nur der Fahrer darf mit dem Wagen auf die Fähre fahren. Das ist gerade Robert.

So finde ich mich kurze Zeit später im alles durchdringenden Nieselregen hinter dem Landy wieder und packe meinen Zampel zusammen. Dann gehe ich zu dem wartenden Bus hinüber, der mich zum Passenger Terminal bringt.

Robert ist schon in der Kabine, als ich endlich dort ankomme. Dann geht’s ab an Deck – bereit zum Auslaufen. Juchhe!

Leinen los

Man ist das hoch…..ziemlich stürmisch ist es auch….und das schon im Hafen. Das verstärkt sich auf See. Wir albern auf dem Deck herum. Lassen uns vom „Sturm“ über das Deck schieben.

Anschließend inspizieren wir erst einmal die Fähre. Hot Pots ( 1 Stunde 199 Dänische Kronen), Gym, diverse Restaurants, ein kleines Kino (50 Dänische Kronen Eintritt), Duty-Free-Shop, natürlich dürfen auch die Dattelautomaten nicht fehlen und die Sky-Bar.

Smyril Line

Ein paar Infos zur Fähre, die aus der der Lübecker Flender-Werft stammt: Die Fähre hat Platz für 800 Wagen und 130 LKWs. 1482 Personen können pro Überfahrt transportiert werden. Sie ist 164m lang und 30m breit. Es gibt Innen- und Außenkabinen zu buchen, auch Luxuskabinen und Suiten.

Für eine Überfahrt hin und zurück nach Island, mit dem PKW samt 2 Personen in einer Außenkabine kannst Du stolze 3000 Euro bezahlen – in der Hauptsaison. In der Nebensaison wird es gleich günstiger. Rechtzeitiges Buchen ist wichtig – nur diese Fähre fährt nach Island. Abendessen und Frühstück kannst Du gleich mit buchen oder später auf der Fähre bestellen – dann wird es ca. 20% teurer. Auch an Bord ist es nicht gerade günstig. 0,5 Bier um die 8 Euro. für ca. 4Euro bekommst Du einen HotDog. Da können wir uns schon einmal auf Islands Inselpreise einstimmen.

Die Route führt entlang Norwegens Küste. Dann geht es vorbei an den Shetland Inseln gen Färöer.

Eine Seefahrt die ist lustig

Wir lassen uns in der Sky-Bar nieder. Stühle und Tische sind jeweils mit einem Fuss im Boden gesichert. Die Tische weisen eine Wölbung nach oben auf. Die Sofas und Stühle besitzen Ablaufrinnen – sollte es stürmisch werden?

Für Robert gibts ein kühles Blondes und ich nehme ein Dunkles. Echtes Färöer Bier. Für den kleinen Hunger muss ein Hotdog herhalten. Später wollen wir essen gehen.

Es schaukelt kräftig. Die Ersten sehen gar nicht mehr glücklich aus. Eine Dame steht an der Rezeption, mit der Tüte vor der Nase und flüchtet schließlich, unfähig ihr Anliegen vorzubringen. Aber ich nehme ja meine Kügelchen und trinke mein leckeres Ingwer-Zitronen-Wasser. Mir geht es gut. Mein Hotdog beginnt Pfötchen zu geben.

2 Stunden später – mir ist so grün

Ich möchte nicht mehr zu Abend essen und mag auch kein Essen mehr riechen. Ich möchte nur meine Ruhe haben. Zurück im Zimmer nehmen ich dann doch eine Vomex-A. Es dauert nicht lange und es geht mir wieder gut. Ich liege auf dem Bett und klebe mit der Nase an der Scheibe, während Robert neben mir im Bett liegt und aus dem Reiseführer der Färöer vorliest. Wein, Tuc und Erdnüsse gibt’s zur Vorlesestunde.

Sonnenuntergang

Ein super Sonnenuntergang kündigt sich an. Wir gehen wieder hinaus auf das stürmische Deck und genießen die letzten Minuten, bis der glühende Ball in den Wolken verschwindet.


Es wackelt kräftig über Nacht – auf und nieder geht die Fahrt. Am Morgen strahlt die Sonne und das Meer ist glatt. Der Hunger ist zurück und das Frühstücksbuffet sieht sehr lecker aus. Ich steh auf die kleinen Hüftteilchen.

Und nun gehen wir an Deck und setzen uns in die Sonne. Bye-bye for today. Wir sollten jetzt auf der Höhe von Bergen sein……

PS.: Eigentlich wollte ich viel mehr Bilder einstellen, aber das Schiffsnetz ist schlecht. Für 4 Stunden sind 9 Euro zu zahlen. Es funktioniert nur in den öffentlichen Bereichen und wir können immer nur 1 Gerät einloggen.

 

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Smyril Line – auf ins Abenteuer

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10 Gedanken zu „Smyril Line – auf ins Abenteuer

  1. Hi, schön, dass Du gleich loslegst mit Deinem Bericht, ich bin ja schließlich ganz neugierig, habe mir auch schon den großen Atlas bereitgelegt, damit ich eure Fahrt nachvollziehen kann. Alles Gute,hoffentlich ohne viel Übelkeit! LG

    1. Moin – na, dann gibt es im nächsten Bericht ja ordentlich etwas zu suchen im bereit gelegten Atlas. Viel Spaß dabei. Ne, Übelkeit war nur am ersten Tag, danach war alles ok. Die See war relativ ruhig.

    1. Haha – I was glad too 🙂 Hope the translator is not to bad and translating only nonsense. I think you an Scot would love the nature here too. Miss you my friend – looking forward to your next comment Kisses

  2. Ist doch mal was anderes als grüne Täler.Mal was für Windbräute,wenn auch mit gestutzten Flügel.Macht Spass zu lesen, wenn Du mit allem kämpfen tust.
    dster

    1. Moin, sorry im nächsten Beitrag komme ich schon wieder mit grünen Tälern um die Ecke, hoffe Du wirst es mir vergeben 😉 Freue mich immer über Deine Kommentare LG aus dem Regen bei 10 Grad

  3. Ich liebe deine Berichte und verfolge Euere Reise mit sehr viel Freude und Vorfreude auf das Kommende. Es liest sich wirklich sehr schön. Alles Liebe und mega viel Spaß. Freue mich auf neue Bilder und Berichte.

    Liebe Grüße, Sylvio von Dummy-Photographie 🙂

    1. Moin Sylvio, danke Dir für das tolle Lob, da werde ich ja ganz rot 🙂 der nächste Beitrag ist online, dank des Regens ;-)sonst würden wir wohl noch weiter durch die Landschaft kraxeln und die putzigen Papageientaucher beobachten – viele Grüße und viel Spaß beim Lesen Kirsten

  4. Hallo Nachbarn hier auf dem schönsten Stellplatz der farör Inseln
    Schöner Bericht. Musste ich gleich weiterleiten.
    Und schon das tolle Foto vom papageientaucher auf der Klippe nebenan.
    Hier noch die kleine Ergänzung zur smiryline Kabinen Bretterklasse.
    Bezahlbar, zweckmäßig, sauber aber eben im Bug vorn ohne Fenster knapp über der Kiellinie. Da ist der wellenhub und das reinfallen des Bugs in die nächste Welle besonders beeindruckend, ähnlich der Pool mit Brandung ohne Wellenmaschine.
    Gruß von den dörings

    1. Moin liebe Nachbarn, das war ne Nacht. Dachte wir heben ab ;-). Finden wir auch, dass es der bisher schönste Stellplatz ist. Danke für das Feedback und den Beitrag zur Bretterklasse. Freut mich, dass der Bericht Euch gefällt. Sehen uns später auf der Fähre. LG Kirsten

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