Moin Moin – aus dem Hochland. Heute wollen wir von unserer Unterkunft am Kverkfjöll bis nach Askja fahren und den Vulkankrater besichtigen. Das sind nur schlappe 100 Kilometer, aber die Piste hat es in sich. Mal sehen was es unterwegs noch zu sehen gibt. Ein Bilderbericht aus dem Hochland.

Juppi mein Fahrtag zur Askja

Der Ranger hat gesagt, kein Schnee vor in zwei Wochen, morgen Sonnenschein. Nun denn, heute morgen sind die Berggipfel  wie weiß gepudert und die Wolken hängen tief. Aber auch die Sonne läßt sich länger blicken. Ich drehe den Schlüssel im Schoß herum, das vertraute Geräusch des Motors, auf geht die Fahrt – die Räder rollen weiter. Nun gibt’s Bilder von der Fahrt zur Askja.

Spielerei während der Fahrt. Weitwinkel im Landy – Enterprise an Erde, setzen gleich auf…
Wer hätte das erwartet? Ein Fluß entspringt aus dem nichts. Langsam wird aus grau grün, erste Pflanzen spriessen….
Oase im grauen Hochland

Reise in die Vergangenheit

Auf der Fahrt zur Askja gelangen wir nach einer Flußdurchfart an der Straße F 903 an diese grüne Oase. Übrigens das F vor den Straßennummern bedeutet eigentlich, nur für 4×4  Fahrzeuge geeignet. Erstaunen meinerseits, wenn ich sehe, wer sich auf diesen Strassen mit Leihfahrzeugen = PKWs herum treibt. Da fällt mir gar nichts mehr ein.

An diesem Platz lebten Menschen. Wieso? Alles Vermutung. Wieso nicht mehr? Niemand weiß es.

Wer übersetzt mir? Hier sollen einst vermutlich „Aussätzige“ Zuflucht gefunden haben. Ob 2 oder 20 Personen – knowbody knows – Archäologen haben anhand der Knochen herausfinden können, wann sich hier Menschen niedergelassen hatten.
Seitlicher Blick auf eine Behausung.
Da fehlt noch der Dachziegel – Blick von oben in die Hütte.
In der Hütte lagen Knochen von Schafen, Pferden, Gänsen und auch Schwänen.
Weiter geht die Fahrt.
Mars? Mond? Erde?
…und in der Mitte entspringt ein Fluß
…Piste… schade sieht nicht so „dramatisch“ aus, wie es war 😉
Wenn es einmal ein 00 gibt, dann sieht es genau so aus. Aber die sind hier wirklich rar.
On the road – noch eine Wasserquerung – aber über eine Brücke 😉

Ankunft Askja

Wir sind in Askja angekommen, bezahlen unseren Stellplatz, sehen uns an/in der Hütte um.  Der Stellplatz ist direkt hinter der Hütte. Glücklicherweise ist auch dieses Gelände relativ eben. Also müssen wir uns nicht über die vergessenen Keile ärgern.

Der Ranger hat uns die Möglichkeiten erklärt zur Askja zu gelangen. Es gibt eine mittelschwere Wanderung die hier startet – acht Kilometer Fußweg. Später Nachmittag, das ist heute nicht mehr zu schaffen bei Tageslicht. So geht die Fahrt wieder weiter – 20 Minuten offroad-Piste und wir sind am Parkplatz für die leichte 2,5 kilometerlange Wanderung zur Askja.

Der Krater Öskju ist über 10.00 Jahre alt, während der Teufelsse, der Viti mit seinen 300 m Durchmesser erst im Jahr 1875 entstand. Mit 20 – 24 Grad ein schöner Badesee. Pack die Badehose ein, nimm das kleine Schwesterlein….
Wanderung zur Askja durch schneebedeckte Vulkanlandschaft
Im Vordergrund der Viti und im Hintergrund der seit 10.000 Jahren ruhende Krater Askja. Aber es gibt immer noch eine aktive Lavakammer im Untergrund.
Natürlich lässt sich die Sonne kurz für uns blicken und produziert eine Spiegelung der Bergkette in den Vulkankratersee – aber nur kurz.
Zeit, den Rückwerg anzutreten – der Himmel wird schwarz – es sieht nach Schnee aus.

Eine gute Nacht aus dem Hochland

Am Abend haben wir in der Hütte gekocht und noch länger gesessen. Gegen 20:00 Uhr hat es sich gefüllt. Holländer, Franzosen, Schweizer kochen, spielen Karten, wir kommen hier und dort ins Gespräch. Dann kommen noch asiatisch aussehende Jungs dazu. Sie können mit dem Gasherd so gar nicht umgehen. Robert geht zu ihnen, um auszuhelfen.

Ich bin neugierig. Als die zwei fertig gekocht haben und sich hinter uns setzen, frage ich woher sie kommen. Eine für mich überraschende Antwort: Kanada. Der Flug sei spottbillig – sie seien nicht zum ersten mal. Sie geben uns Tipps für unsere Weiterreise.

Was alle am Abend noch beschäftigt: Sturmwarnung für den nächsten Tag, ab Mittag.

Wir beschließen früh weiter zu fahren gen Norden, die F88 – in Richtung Dettifoss. Wenn wir es schaffen bis nach Husarvik – das wäre prima. So verabschiede ich mich heute mit einem Blick in den Fuhrpark – das Bett ruft.

Aus der Perspektive sieht unser Landy richtig groß aus
August 2018
Noch einmal Hochland – Ziel heute Askja der Vulkankrater

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12 Gedanken zu „Noch einmal Hochland – Ziel heute Askja der Vulkankrater

  1. Hi, ihr, wieder interessante Bilder! Wir versuchen die Orte auf der karte zu finden, was manchmal gelingt.
    Leider scheint das mit den Kommentaren nicht richtig zu funktionieren, bekomme auch keine Antwort von Dir. Ich sehe keine anderen Kommentare.
    Gute Fahrt und LG

  2. Schöne Bilder meine Lieben Eltern! Passt gut auf euch auf und entdeckt schön weiter die Gegend.
    Bin gespannt auf live Berichte und denke an euch!! Schöne Grüße auch vom Marci
    Lieb lieb

    1. Hey Schatzi, freue mich über Deinen Kommentar. Die Lifeberichte müssen noch ein wenig warten, wir entdecken weiter die Insel – morgen Richtung Norden und dann wieder zurück ins HOCHLAND – GRÜßE ZURÜCK 🙂

  3. Tolle Fotos, aber für August sieht es da schon eher winterlich aus! Ward ihr Baden im kleinen warmen Kratersee, oder habt ihr euch in Ski-Klamotten geworfen? Ein befreundetes Ehepaar von Uli möchte demnächst auch nach Island und ist schon gespannt auf deine Tipps! In den alten Steinhöhlen hat wohl eher ein Bär gewohnt, oder gibt es dieses Tier da gar nicht? Die A-Frame WCs sehen nach Luxus in einer menschenleeren Einöde aus!

    1. Baden könnte man im Viti, aber der Weg dort hinunter ist schon anspruchsvoll (finde ich). Wir haben 5 Personen dort unten gesehen und wir hatte auch überlegt ins warme Schwefelbad zu steigen. In meinem Rucksack hier auf Island wandern immer Badeanzug und Handtuch mit, wer weiß wo der nächste HotPot wartet.
      Bären? Fehlanzeige 🙂
      JA! Definitiv, die A-00 sind echter Luxus. Für uns zwar viel zu klein, ständig haue ich mir Ellenbogen und Rübe an, aber die einzige Möglichkeit in den Highlands.
      Wenn Eure Freunde Fragen haben, schickt eine Mail an mich. Ich beantworte gerne, was wir können.
      LG – gerade aus dem Norden der Insel

  4. Und wieder so ein mega schöner Bericht, die Aufnahmen dazu sind soo toll. Da ist das Fernweh vorprogammiert 🙂 Und ganz lieben Dank für das Angebot, ich werde dann sehr gern auf Eueren Rat und Euere Erfahrungen zugreifen was unseren zukünftigen Landy angeht. Ganz Liebe Grüße, Sylvio von Dummy-Photographie

  5. „An diesem Platz lebten Menschen. Wieso? Alles Vermutung. Wieso nicht mehr? Niemand weiß es.“

    Der Vogelfreie Fjalla-Eyvindur und seine Frau Halla haben im 18. Jahrhundert 20 Jahre im Hochland gelebt. Der Platz den ihr fotografiert habt war vermutlich einer seiner Zufluchtsorte.
    Auf der linken Tafel ist ein isländisches Gedicht geschrieben.

    1. Moin Sven, danke für Deine Anmerkungen. Ich hatte auch gelesen, dass er dort gestorben sein soll. Sagt Deine Quelle etwas darüber? Ich habe verzweifelt versucht das Gedicht zu übersetzen. Ist aber leider nichts sinnhaftes bei heraus gekommen mit dem Translater. Kannst Du mir behilflich sein, dann kann ich es noch in den Beitrag schreiben. Das wäre prima. Viele Grüße Kirsten

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