Um 20:00 Uhr ist es pünktlich, wie der norwegische Wetterdiensts yr.no voraussagt, wieder trocken. Auf die Natur ist Verlass. 😉 Ich möchte doch zu gerne noch den alten Naturhafen bei Abendlicht sehen. Die 200 Meter lange Schlucht soll wunderschön beleuchtet sein. Mir gefällt es, was meinst Du?

Die Naturschlucht bildet den alten Hafen
Vom Felsen oben wirkt die Beleuchtung etwas gespenstisch

Natur schön und rau

Es ist noch nicht dunkel und so streune ich noch ein wenig in der Umgebung herum. Durch den heftigen Regen rauschen die Bäche und es riecht frisch.

vielfältige Natur
Zur Abwechslung: ein Schaf

Wir sitzen noch ein wenig draußen, es wird dunkel. Die Nach senkt sich über die Färöer-Inseln. Unsere letzte Nacht. Schade. Ich lausche dem Geräusch der Brandung. Wie ich das liebe, die Geräusche der Natur zu hören, während ich im Hubdach liege und mich in den Schlaf wiegen zu lassen.

Sturm

Von wegen, Verlass auf die Natur – das sagte der Wetterbericht nicht. Mitten in der Nacht werde ich unsanft geweckt. Der Wind pfeift. Er wird heftiger. Er heult. Was passiert mit der Foxwing, wird sie standhalten? Mir wird mulmig, alles wackelt. Auch Robert ist inzwischen wach. An einen ruhigen Schlaf ist nicht mehr zu denken. Der Wind zerrt an jeder Ecke.  Die erste echte Bewährungsprobe für das Hubdach. Hoffentlich hält alles.

Die Angst um die Foxwing bleibt. Schliesslich geht Robert hinaus und beginnt die Foxwing abzubauen. Ich höre seine knirschenden Schritte auf den Steinen, ich höre Stangen fallen, ich höre den Wind heulen und pfeifen ….. hoffentlich geht alles gut. Ich bin erleichtert, als er wohlbehalten zurück im Landy ist und die Foxwing eingeholt ist. Und das, es Hubdach hat seine erste Probe bestanden. Island wir sind bereit.

Ruhelose Felsen

Am nächsten Morgen ist nichts mehr zu spüren vom Spuck der Nacht. Für einen letzen Ausflug ist noch Zeit, bevor wir zur Fähre müssen. Wir fahren zu den „Piratenschiffen“ südlich des Hafens von Oyndarfjodur. Der Sage nach sollen die Piraten sich mit ihren Schiffen dem Ort genähert haben ums es auszurauben. Eine „zauberkundige Frau“ soll die Schiffe in große schwarze Steine verwandelt haben. Hier eines der einstigen Schiffe.

Robert inspiziert die Bewegung der ruhelosen Felsen=Piratenschiffe ganz genau

So schwanken sie seit dem ruhelos in den Wellen. Eines der „Schiffe“ ist mit einer Kette an Land verankert. An dieser Kette ist eine weiter Kette befestigt, die senkrecht herab hängt. Und tatsächlich sie hebt und senkt sich.

die Kette hebt sich
…und senkt sich

Der riesige Felsbrocken scheint sich ruhelos zu bewegen.

Tschüss grüne Naturschönheit

Für uns heißt es nun auf nach Torshavn zur Fähre. Mit einer Stunde Verspätung legen wir ab. Langeweile gibt es während der Wartezeit jedoch nicht. Wir haben inzwischen viele Leute kennen gelernt. Wenn Zeit ist werde ich darüber berichten.

In dieser dunklen Felswand haben wir vom Rasen darüber die Papageientauscher beobachtet. Blick von der Seeseite.

Ich bin müde, hoffe, dass es nicht zu sehr wackelt und melde mich wieder von Island. Wann? Das weiß ich nicht. Mal sehen, wann es passt…

Wir fahren noch einmal zwischen den  Färöer Inseln hindurch….byebye grüne Schönheit
August 2018
Letzter Ausflug auf den Färöern – Natur & Sage

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4 Gedanken zu „Letzter Ausflug auf den Färöern – Natur & Sage

  1. Hi, wunderschön die Schluchtbilder!
    Hast Du einen Strauß Wollgras mitgenommen?
    Schon angekommen auf Island?
    Nun warte ich auf den nächsten Bericht, alles Gute euch und LG

  2. Stimmungsvolle Fotos! Die kryptischen Namen auf den Schildern lassen mich an „Herr der Ringe“ denken. Wie habt ihr euch mit Einheimischen verständigt, auf Englisch? Oder mit Mäh?

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