Bald sind wir da, auf den Färöer Inseln, unserem  Zwischenstopp nach Island. Was erwartet uns dort? Ich habe mich noch wenig mit den Inseln befasst. Wie sieht die Landschaft aus?

Färöer wir kommen

Das Wetter klart auf. Blauer wolkenloser Himmel und Sonne über den Shetland Inseln. Wir fahren gegen 13:00 Uhr auf ca. einen Kilometer an den Inseln vorbei. Steile Felsen und grüne Wiesen sind zu erkennen. Einsam steht ein Leuchtturm auf einer vorgelagerten Insel. Kaum aus dem Windschatten heraus, wird der Atlantik wieder rau. Am Horizont sind wieder dunkle Wolken zu erkennen.

Nach den Shettis wird es wieder grau am Himmel

Um 21:00 Uhr müssen alle Passagiere samt Gepäck die Zimmer verlassen. Wir packen. Anschließend  streife ich noch ein wenig durch die Fähre der Smyril Line.

Wir haben uns etwas zu essen im Dinner geholt
Dattelautomaten an Board

Auf der Fähre wird es unerträglich. Ankunft in Torshavn soll 22:30 sein. Erst dann dürfen wir zum Landy. Alle Passagiere hocken mit Koffern und Taschen überall – Kindern schreien und toben zwischen dem geordneten Chaos hindurch, die Treppen sind besetzt.

Endlich, es tut sich was…

Ohne tut tut, kommt die Fähre gegen 22:45 Uhr in Torshavn – auf der größten Insel Streymoy – an. Der Run auf die Autos bleibt aus. Gemütlich pilgern alle zum jeweiligen motorisierten Untersatz. Dieses Mal dürfen alle einsteigen, nicht nur die Fahrer. Es dauert bis wir von der Fähre runter sind.

Endlich geht es wieder runter von dem wackelnden Teil 😉

Gleich um die Ecke befindet sich ein Campingplatz – nicht schön haben wir gelesen – egal – Nachtruhe.

Der frühe Vogel

Am nächsten Morgen bin ausnahmsweise ich früh auf den Beinen. Die Sonne lugt gerade über die Felsen der kleinen Insel Nolsoy.

Morgenstimmung auf den Färöer Inseln
Sonnenaufgang bei Torshavn

Ich freue mich auf eine warme Dusche. Pustekuchen – duschen nur gegen Münzeinwurf von Kronen. Dann eben Katzenwäsche. Übrigens der Platz ist prima. Zwar nervt die Straße, ansonsten schöner Blick, saubere Sanitäre Anlagen, Küche samt Sitzgelegenheit und freies WLan.

Hach, ist das schön

Der erste Eindruck der Färöer Inseln begeistert mich. Sanfte grüne Hügel, ragen fast baumlos, aus dem Meer. Ein zweiter Blick: Bizarre Felsformationen an den Klippen. Papageientaucher tapsen in den Felswänden herum, Möwen segeln kreischend durch den rauen Wind, malerische Dörfer liegen in den geschützten Lagen der Insel – hier ist die Welt noch in Ordnung.

Bour liegt auf der Insel Vagar. Ein sehenswertes kleines Dorf
Im kleinsten Dörfchen, Bour, geht es noch beschaulich zu – Handarbeit am Hang – das Heu wird gewendet

Die Inseln sind durch Tunnel (100 Kronen ca. 13 Euro Gebühr) oder Brücken verbunden. Einige sind nur mit der Fähre zu erreichen. Übrigens Färöer bedeutet Schafe. Davon gib es hier tatsächlich reichlich.

Stehend, sitzend, liegen – auf der Wiese, vor dem Auto – die Wollknäule sind hier überall  anzutreffen
Der kleine Wasserfall befindet sich am abgeschiedensten Ort der Insel Vagar – Gasadalur

 

Betreten verboten – kein Wunder. Die Treppe endet schwebend
Am Mularwasserfall – im Hintergrund das Dörfchen Gasadalur
Sandavagur – auf dem Weg zum Trollkonufingur
Wanderung zum Trollkonufingur
…zur Abwechslung – ein Schaf

Looking for a place to sleep

Wir wollen in Vestmanna übernachten, dort soll es den windgeschütztesten Campingplatz geben. Das mag stimmen,  aber so etwas schreckliches – Campinganhänger noch und nöcher auf einem Betonplatz – nichts für uns. Ich drehe sofort wieder um. Ich weiss nicht einmal mehr, wie das Ding hieß und habe ganz vergessen ein Bild zu machen.

Robert findet im Netz einen Platz in Eidi, der gute Kritiken bekommen hat. Auf einem alten Fußballfeld sollen wir nächtigen können, einen sensationellen Ausblick soll es geben.
Über eine schöne Küstenstraße gelangen wir nach Eidi und stehen schnell vor einem neuen Fussballplatz mit Vereinsheim – campen tut hier niemand. Wir drehen eine Runde und stehen nach der Wegbeschreibung im Internet wieder auf dem gleichen Platz. Irgendwann entdecke ich außerhalb des Ortes den beschriebenen Platz. Sieh selbst.

Campingplatz bei Eidi die 1te
Campingplatz die 2te
Campingplatz die 3te

Gjogv – Färöer Inseln

Gjogv auf der Insel Eysturoy, nächster Ort mit Campingplatz. Alle guten Dinge sind 3. Spitze, wir bleiben. Kosten: 200 Kronen für die Nacht. Es lohnt sich: erste Reihe Meerblick, so haben wir uns das gedacht.

Einfach toll gelegen
Der kleine Ort mit dem unaussprechlichen Namen: Gjogv

Wetter haben die hier

Am nächsten Morgen ist es grau. Macht nichts, fröhlich pfeifend begebe ich mich unter die Dusche. Das warme Wasser rieselt mir über den Rücken, während ich durch das geklappt Fenster hinaus auf den Atlantik blicke und die Männer über Autos philosophieren.

Unsere Nachbarn kommen aus Kalifornien und sind mit einem 1987 Ford auf Weltreise – morgendlicher Männer-Motor-Talk

Regenjacke, Wanderstiefel und auf geht’s. Wir wollen den Hügel erklimmen, auf den wir von unserem Stellplatz aus sehen können. Auf den Regen ist heute Verlaß. Aber den habe ich schnell vergessen als ich die tollpatschigen Puffins sehe – zu süß.

Unser Hausfelsen watet für mich mit einen Überraschung auf – süsssssss – Papageientaucher

Über Rasen und ausgetretene matschige Erde geht es weiter steil bergauf. Am Grat pfeift uns der Wind um die Ohren, der Regen nimmt zu, die Aussicht ist spitze. Dann bin ich Schisser. Mir reicht es bis hier, zu glatt, zu windig, zu nass.

Wir kehren ein, in Gjogvs einzigem Gästehaus. Einfach, warm, trocken, gemütlich. Und es gibt eine megaleckere Tomatensuppe (68 Kronen knapp 10 Euro).

Die einzige „Gastwirtschaft“ im Ort

Irgendwann hört es auf zu Regnen. Wir streifen durch das kleine Dörfchen zurück zum Landy. Was manche Menschen sich so in den Garten stellen…

…wenn das man nicht die Färöer Trolle sind
Wer wird den gleich den Kopf in den Rasen stecken bei 3 Tropfen Regen? Wir nicht, denn…

…es regnet wieder.

 

 

Ein Traum in grün – Färöer Inseln

Beitragsnavigation


6 Gedanken zu „Ein Traum in grün – Färöer Inseln

  1. Hallo ihr Weltenbummler.Draußen 30° der kleine Pool wartet:) was lese ich von
    dir? Fährenstress,Reisekrankheit, Wetter,na ja…. Campingplatz der dritte.
    Ehrlich, gerade möchte ich nicht tauschen. Ich wünsche euch viel Freude bei
    eurem Abenteuer. Ganz herzliche Grüße aus Koblenz.Passt gut auf euch auf.

    1. Moin liebe Petra, das gehört zum Abendteuer dazu. Wer möchte schon immer 30 Grad und Pool? Nein, Spaß bei Seite, uns gefällt es. Heute Nacht war es allerdings sehr stürmisch, ich dachte wir fliege davon mit unserer Foxwing. Irgendwann hat Robert sie dann abgebaut und der heulende Wind konnte uns mal gerne haben im warmen Schlafsack im Dachzelt. Heute morgen ist, als wäre nichts gewesen, die Sonne strahlt wieder. Liebe Grüße Kirsten

  2. Einfach toll und wieder ein sehr schöner Bericht. Klasse Aufnahmen. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung

    Liebe Grüße Sylvio von Dummy-Photographie

      1. Dann mal eine gute Überfahrt also die Wasserfälle, da würd ich bestimmt einige Stunden mit meiner Kamera verbringen

        LG. Sylvio von Dummy-Photographie

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.