Wir verlassen das Hochland. Start ist in Askja. Ein kurzes Stück geht es über die F910. Dann und folgen der F88 bis zum Ende an der Ringstraße. Piste und Landschaft sind vielfältig. Ein Roadbericht zurück aus dem Hochland gen Norden, vielleicht auf für Deine Routenplanung auf Island interessant.

F88 – eine tolle Piste

Ich bin früh wach – die Sturmwarnung des Rangers im Kopf. Ich gucke hinaus durch das kleine schmale Fenster oben im Dach – blauer Himmel Sonnenschein – solche Sturmwarnungen liebe ich ;-).

Um 9:00 Uhr rollen die Räder weiter. So früh sind wir selten auf der Piste.

Die F88 führt größtenteils entlang des Gletscherflusses Jökulsá á Fjöllum. Bilder der Piste folgen nach der Beschreibung.

F88 – los geht’s

Diese Route ist definitiv NUR für Off-Road Fahrzeuge geeignet. Entlang großer Lavafelder rollen wir durch Lavasandand – weich und fliegend fühlt sich die Fahrt an. Die Piste ändert sich ständig, Achtung ist geboten unterwegs.Plötzlich gucken Steine aus dem feinen Sand – runter vom Gas.Wir sind nun direkt am Gletscherfluss.  Es gibt es eine etwas tiefere Wasserdurchfahrt. Ein Band mit Fähnchen ist über den Fluß gespannt.

Wasserdurchfahrt

Wir sollen uns an dem Band orientieren, steht auf einem Schild vor der Durchfahrt. Untersetzung, zweiter Gang, durch sind wir. Ich denke je nach Jahreszeit, kann es hier auch  tief werden. Jetzt war es kein Problem, nasse Füsse haben wir im Landy jedenfalls nicht bekommen ;-). Es geht weiter durch Gerölllandschaft. Immer wieder müssen wir die Geschwindigkeit auf 20kmh reduzieren, den große scharfe Steine ragen aus dem Boden. Eine weitere Wasserdurchfahrt folgt – wunderhübsch an einem kleinen Wasserfall. Ich bin mal wieder HIN und WEG – Dauergrinsen und leuchtende Augen…

Holprige Strecke

Weiter geht es entlang des Gletscherflusses. Ein Stopp in den vorgesehenen Parkbuchten lohnt sich, denn der Blick zurück ist phantastisch. Diese Wegstück ist sehr holprig, kurvig und schlecht einsehbar – wir fahren langsam.

Kieselsteine – wir fliegen

Abschließend folgt ein Abschnitt mit Kieselsteinen, über den wir wieder schneller fahren können. Wir hinterlassen eine dicke Staubwolke. Juchhheeeee, das bringt Laune. Vor uns in der Ferne sehen wir Wohnmobile, die Ringstraße ist ein Sicht – zurück in er Zivilisation. Schade, aber wir wissen ja, das wir noch einmal ins Hochland zurück fahren werden.

Eindrücke von der F88

Der Herdubreid  – mit Myflug Air kannst Du übrigens darüber hinweg fliegen
Einer weiter Sicht auf den  Herdubreid
…und in der Mitte entspring ein Fluß – nein ist es wieder der Gletscherfluss mit vielen kleinen Bachläufen…
I love Iceland
Nicht, dass ihr denkt, dass es hier kein Touristen gibt…
Ein Fluß, ein Wasserfall, eine Durchfahrt – es wird kurzfristig wieder grün…
Steinhusten – nicht zum ersten Mal liegen Steine einfach so wie aus dem Nichts herum – gerne würde ich das „Making-off“ beobachtet haben
F88 – Gravelroad
Am Flussdelta an der F88 – lange sind die Wege hier gesperrt – so ruhig ist der Fluß nur für kurze Zeit.
Unterwegs auf der F88 – noch einmal am Flussdelta
F88  und wieder ein Fotostopp
F88 – Lavalandcshaft

F88 – Wellblech-/Kiespiste – Gas geben und drüber fliegen

Ende der F88

Nun heißt es wieder Reifendruck erhöhen. Dafür hat Robert einen Kompressor von T-Max eingepackt. Der Reifendruck wird von 1,8 auf 2,2 bar erhöht. Dann fahren wir links ab ein Stücken Ringstraße und gleich wieder rechts auf die 862. Wir wollen uns den Dettifoss ansehen.

Dettifoss
Direkt dort befindet sich auch der Selfoss

Über die 85 geht es weiter gen Husarwik

Auch wenn an dieser Straße kein F dran steht, ist sie für kleine PKWs  NICHT geeignet. Wir haben unsere Freude an der Piste. Lachend, über Wellen und Löcher hopsend, gelangen wir nach Husarwik. Wir kaufen uns Tickets für das Wahle-watching (uffffffff: 80 Euro pP) und fahren zu dem 18 Kilometer außerhalb liegenden Campingplatz: Heidebraer.

Hmmmmmm, es zieht sich zu, kommt nun doch der angesagte Sturm?

Down the F88 und zurück in die Zivilisation

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12 Gedanken zu „Down the F88 und zurück in die Zivilisation

  1. Moin, moin, echt sportlich die Fahrt am Flusslauf entlang!
    Wie heißt wohl die große, schöne Pflanze?
    Nun viel Spaß beim Whale watching!
    Viele Grüße und LG

    1. Moin liebe Petra, ist notiert ;-). Island ist einfach klasse. Hoffe ich bekomme heute endlich mal wieder eine Blogbeitrag online. Waren bis gestern im Hochland, hatten schlechten Empfang – jetzt sitzen wir gerade wieder im Norden der Insel und gucken auf den Fjord. Liebe Grüße an alle zurück

  2. Oh man diese Landschaft, es würde mir wohl schwerfallen diese Orte so schnell wieder zu verlassen. Ich glaub, wenn man da so steht, ist man wie verzaubert und im Boden verankert und will gar nicht mehr weg :-)Mutter-Natur zeigt sich auf Eueren Aufmahmen von ihrer schönsten Seite und zeigt im Gegenzug, wie klein und machtlos wir doch sind. Ein Toller Bericht mit sehr schönen Aufnahmen. Freue mich schon auf den nächsten. Lg Sylvio von Dummy-Photographie

    1. Ja, wohl wahr, ich wünschte wir hätten mehr Zeit. Und ja, wir sind klein und unwichtig. Viele nehmen sich zu wichtig. Manchmal tut Demut gut. Ich bin dankbar, das alles zu sehen und genieße jede Minute. Auch wenn der Regen ganz schön nerven kann. Finde gerade keinen Briefkasten für die Postkarte :-o.

  3. Kaum zu Hause, mal neugierig kurz vorbei geschaut, und ZACK, gleich der erste heftige Fehler 😉
    Der Ort mit den Waltouren heisst Húsavík, und nicht norddeutsch ;-)) Husarwik. Bedeutet ganz einfach „Hausbucht“. U und I mit Apostroph werden lang und offen ausgesprochen, eingedeutscht etwa HUHsa Wiek.
    Achso, ich bin der Isländer mit deutschem Immigrationshintergrund aus dem NETTO Markt in Höfn
    😉

    1. Hey, freue mich von Dir zu lesen und gelobe bei weiteren Beiträgen auf korrekte Schreibweise zu achten. Übrigens war schön mit Dir zu quatschen, sehr sympathisch, danke, dass Du Dir so lange Zeit genommen hast 🙂 und danke für all die Informationen über Island 🙂

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