Guten Morgen Sydney,

oder doch nicht guten Morgen Sydney? Zumal ist 11:45 und wir haben uns noch nicht wirklich an die Zeitumstellung gewöhnt.
Zuerst geht es in den nahegelegenen Supermarkt, in diesem Fall ein Woolworth, um ein paar Croissants auf die Hand zu besorgen.
Preise in Australien: Ja, es ist teurer als zu Hause. In der Nacht, als wir angekommen sind haben wir uns 0,5 l Zero gekauft und dazu 1,5 l Wasser. Das hat uns Schlappe 10 AU$ gekostet, natürlich inkl. Nachtzuschlag. Auch die Lebensmittel, Haushaltsgegenstände und Drogerieartikel sind im Supermarkt ca 20% teurer, sofern wir richtig umgerechnet haben. Günstiger ist auf den ersten Blick nur das Tanken, zumindest in Sydney, wahrscheinlich auch nicht mehr in den Outbacks.

Hier schon einmal unsere heutige Route:

Heute ist unser Ziel: Bondi-Beach. Da wir finden, dass man eine Stadt am Besten zu Fuß erkundet und fühlen kann, machen wir uns auf den Weg.
Down Liverpool Street gelangen wir Richtung Vorstadt. Multi-Kulti, sind auch die Geschäfte mit einem wie wir finden doch etwas britischen Einschlag. Supermarkt, Telefonladen, Thai-Massage, Pubs, Restaurants, Obst- und Gemüseverkäufer an der Straßenecke, „only for Adults“, bunte Schilder fish & chips, viele Menschen….aber kein Gehetze, kein Gedrängel, der Australier scheint wesentlich entspannter zu sein, als unsere einheimische Bevölkerung. Inzwischen hat die alte 2stöckige Bauweise die Moderne des Zentrums abgelöst. Etwas ruhiger geworden ist es auch.

Guten Morgen Sydney Darlinghurst
Die vornehme Bauweise ändert sich

Vom Stadtteil Darlinghurst gelangen wir nach Paddington, wir sind auf der Oxford Street. Der Glamour der Touristenviertel ist verschwunden. Krawatte und Kostüm gehören hier nicht zum Standardbild des Viertels und es liegt sogar mal ein wenig Müll im Rinnstein. Eine Katze streunt durch den Hinterhof, Schilder an der Straße „Alcohol restricted area“ weisen darauf hin, dass ab hier das öffentliche Trinken von Alkohol verboten ist.

Paddington Reservoir

Guten Morgen Sydney Paddington Reservoire
Hier die Berschreibung zum alten Wasserspeicher

Etwas später erregt rechtsseitig eine Mauer mit einem „dahinterliegenden Loch“ unsere Aufmerksamkeit. Wir treten näher und sehen nach unten, creepy sieht es aus, Treppen, Stahl, Beton, eine Stimme lallt von unten herauf, ein vielleicht Obdachloser klettert aus einem seitlichen Schacht aus dem Dunklen über ein Geländer. Historische Torbögen aus Stein sind zu sehen, mit Moos bedeckt. Links daneben ist eine freundlich aussehende Rasenfläche mit Liegestühlen und noch etwas weiter eine kleine Teichlandschaft. Auf der Mauer entdecken wir Schilder.

Sydney Raddingtion Reservoir
Der Blick nach unten

Welcome enjoy Paddington Reserve Gardens. Aus diesem um 1850 erbauten Wasserreservoir wurde der Stadtteil Paddington bis 1899 versorgt. Alte Zeichnungen klären über das frühere Leben auf.

Sydne Park
Ruhe im Centenntial Park, Kontrast zum Stadtleben

Weiter geht unser Weg. Wir erreichen den Centenntial Park, ein riesiges Naherholungsgebiet. Wir streifen ihn nur kurz, ist er doch zu groß um weiter hinein zugehen. Wer sich dafür interessiert kann hier gerne nachlesen: Centennialparklands

Bondi Junction

Inzwischen haben wir die Bondi Junction erreicht. Uns fallen die vielen „Green-Markets“ auf: Paleo-Food, Organic-Food, Low-Carb Food. Wir stärken uns mit 2 Bananen und 2 Äpfeln für knapp 5 AU $ und einer 1,5 l Flasche Mineralwasser für 4 AU$.
In der nahegelegenen Fußgängerzone fotografiere ich ein schönes Haus, als mich ein Australier anspricht, der dort Karten verteilt: Hey, take a Photo of me, where are you from? How are you…..Schnell entwickelt sich ein kleines Gespräch und wir sind mal wieder um ein paar Tipps reicher, wo es besonders schön sein soll, was die Favourites sind.

Guten Morgen Sydney
In der Fußgängerzone spricht mich ein netter Australier an
Guten Morgen Sydney
Wir nähern uns Bondi Beach

Es ist nicht mehr weit, das Meer Blitz schon zwischen den Häusern hindurch. Das Publikum hat sich verändert, viele Jugendliche, einige mit kleinen Kindern, auch ein paar Touristen, besonders Asiaten sehen wir.
Von dem legendären Strand haben wir uns mehr versprochen. Das liegt vielleicht am Wetter und der Jahreszeit. Der Frühling hat gerade begonnen, der Himmel ist heute grau. Ich schätze wir haben um die 20 Grad. Die Bucht mit dem weißen Sandstrand liegt recht einsam da, nicht mal eine handvoll Wellenreiter tummeln sich im eher ruhigen türkisfarbenen Wasser. Eine wirkliche Promenade gibt es hier nicht. Oberhalb des Betonweges, der um den Strand herum führt, sind einige Gebäude, auch Restaurants.

Guten Morgen Sydney
Einer der wenigen Surfer heute…
Guten Mrgen Sydney
Fish and Chips am Bondi Beach

Wir haben Hunger. Wie üblich geht man auch hier in das Restaurant an den Tresen, sucht sich Speisen und Getränke aus, bekommt eine Nummer für das Essen und trägt seine Getränke selbst zum Tisch. Unser Essen ist heute High-Carb, wir haben Fish & Chips bestellt. Es schmeckt vorzüglich.

Mit dem Bus zurück

Den Heimweg treten wir mit dem Bus an, es sieht nach Regen aus. Das Bussystem ist völlig anders als bei uns. Tickets gibt es in NSW im Bus nicht mehr, Kartenkauf beim Busfahrer, Fehlanzeige. Man muss sich eine „Opal Card“ besorgen und diese mit einem Guthaben aufladen. Wir haben unsere z. B.: in einem Ezy Mart erstanden und mit 10 AU$ aufgeladen. Das ist der Mindestladewert. Beim Einstieg in den Bus wird die Karte vor einen Sensor gehalten und der Kartenwert wird angezeigt, tap-on. Beim verlassen des Busses tap-of, das Restguthaben erscheint auf der Anzeige. Übrigens das Schwarzfahren kostet hier 150 AU$.

Multi Kulti in Sydney

Am Abend sitzen wir noch ein wenig auf unserer Dachterrasse und lassen den Tag Revue passieren.

Sydney
In dem Gebaüde in der Mitte wohnen wir

Heute haben wir wieder so viele Menschen verschiedener Herkunft gesehen, klein/groß, blond-/dunkelhaarig, Kuller-/Schlitzaugen, welldressed/einfach gekleidet, haben Sprachen gehört aus aller Herrenländer, Arbeiter,Bänker, Obdachlose, Touristen…… Dessen ungeachtet leben alle friedlich nebeneinander. Niemand guckt und rümpft die Nase oder zeigt mit dem Finger auf scheinbar Andersartige. Da stehen wir in Deutschland noch ganz am Anfang mit der Akzeptanz und sind, finde ich, viel zu intolerant, oder prinzipiell erst einmal skeptisch. Das ist schade, fremde Kulturen bereichern das Leben.
In diesem Sinne gute Nacht für heute, jetzt müssen wir noch packen, morgen geht es für uns wieder ab zum Flughafen. 👋

Guten Morgen Sydney – Tag 2

Beitragsnavigation


2 Gedanken zu „Guten Morgen Sydney – Tag 2

  1. Das moderne Bezahlen in öffentlichen Verkehrsmitteln, z.B. im Bus, soll nun auch in Berlin erprobt werden. Hier klingt es wie die neueste Erfindung aus Deutschland, aber siehe da: Weit weg in Australien (Sydney) ist das längst Realität! Wie man dank Kirsten sehen kann: Reisen bildet!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.