„Wie mag es dem kleinen Jungen gehen?“, sind meine Gedanken am Morgen. Heute geht es weiter nach Rumänien  zum fröhlichen Friedhof, schaffen wir es heute noch bis in die Karpaten? Wir kommen langsamer voran, die rote Lampe blinkt…

Bremsflüssigkeit

Die Kontrollleuchte für die Handbremse/Bremsflüssigkeit leuchtet immer mal wieder auf. Robert hatte die Bremsbelege erneuert vor dem Reisebeginn. Der Sensor ist sehr sensibel eingestellt, was gut bist. So bekommt das Reisemobil einen Schluck neue Bremsflüssigkeit hinzu. Wir haben gut gefrühstückt, es kann weiter gehen. Heute morgen am die Lehrerin des gefallenen Jungen noch zu uns – außer blauen Flecken ist nichts weiter passiert.

Balkan

Durch kleine Dörfer

geht es weiter Richtung Grenze. Die erste Grenzer, an der es tatsächlich noch Grenzbeamte gibt. Die ungarische Beamtin verlangt den Pass, den Führerschein und die Fahrzeugpapiere, während der rumänische Kollege unser Reisemobil bestaunt. Ich soll den Kofferraum öffnen. Die Ungarin wirft einen flüchtigen Blick hinein, während ihr Kollege eine kurze Autoeinweisung bekommt: Was ist in den Fächern? Wo ist der Kühlschrank? Wo schlafen wir? Seine Augen leuchten. Sie wünschen uns eine gute Reise. Dann rollen wir langsam weiter. Rumänien.

Defender 110

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Rumänien – Sicht auf die Karpaten

Durch kleine Dörfer, vorbei an Pferdewagen, entlang der ukrainischen Grenze rollen wir gen Karpaten. Rumänien macht einen sauberen gepflegten und gar nicht ärmlichen Eindruck. Auch wenn viele Menschen zu Fuß, mit dem Rad, oder gar Pferdekutschen unterwegs sind. In jedem Dorf befindet sich mindestens 1 Kirche.

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„Huta-Pass“

über den kleinen Pass – es ist mit 800m Höhe nicht wirklich einer – nähern wir uns dem Dörfchen Sapanta. Im Wald, der den kleinen Pass umgibt liegen kleine idyllische Parkplätze, teilweise mit Sicht ins Tal. Wir wollen halten. Fahren jedoch zügig weiter, als wir sehen, dass die wilden Hunde überall lauern. Sie liegen in der Nähe der Mülleimer, kommen auf Dich zugeschossen. Ich glaube ich möchte in Ungarn nicht „wildcampen“.

Sapanta

Das Dörfchen mit dem fröhlichen Friedhof. Die blauen Holzkreuze sind mit Bildern verziert und mit Versen der Verstorbene aus deren Lebzeiten versehen. Die Bilder zeigen wie die Menschen verstorben sind, oder welchen Beruf sie ausgeübt haben, oder einfach eine Szene aus ihrem Leben. Schade das ich die Texte nicht lesen kann.

 

Der Künstler Stan Ioan Patras (1908 – 1977) hat diese Gestaltung über Jahrzehnte durchgeführt.

In Sapanta finden wir einen kleinen aber feinen Campingplatz mit einem angeschlossenen Restaurant. Heute Abend bleibt die Küche kalt. Wir gehen essen – 1 kleiner Salat, 2 Lamm mit Stew, 1 Pfannkuchen mit Brombeeren, 2 Wein, 1 Bier. Bezahlt haben wir mit Campingplatz 130 LEI, das sind keine 30 Euro.

Für heute Guten Abend aus Rumänien…

 

Sapanta – der fröhliche Friedhof

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4 Gedanken zu „Sapanta – der fröhliche Friedhof

  1. Welch ein großes Glück, dass es dem Jungen wieder gut geht!!! Ja, es ist schon komisch, wenn man sich frei in Europa bewegen kann und dann plötzlich doch wieder kontrolliert wird. Die Fotos sind spannend und am tollsten fand ich den künstlerischen Friedhof. Nun habe ich mir schon „4 eurer Tage mit Höhen und Tiefen“ angesehen und habe Lust auf mehr!!!

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