Zwischen Mellerud und Karstad

Von Mellerud über Karlstad bis zum Mörudden Camping

Wir starten nach dem Frühstück in Richtung Karlstad. Hier siehst Du die Route von heute:

Der Weg führt uns immer dicht entlang des Vänern, teils über ungeteere Straße – Natur pur! Wir halten hier und dort um den Ausblick in Ruhe zu genießen. Hin und wieder sehen wir auch ein Haus in der Einöde und begegnem einen Auto. Was für ein Kontrast zu dem Gewusel auf dem Capingplatz heute Vormittag.

allein auf weiter Flur
Hier sind wir fast allein unterwegs
zwischenstopp in Sliperiet
Sliperiet – Kaffee und Kultur – wir legen einen Zwischenstopp ein

Dann auf einmal, taucht ein großes Anwesen auf. Wir halten an, das sieht interessant aus. Es scheint ein Restaurant zu sein, wir bestellen uns einen Cappuccino. Wenn ich es richtig verstanden habe, war dieser wunderhübsche Backsteinbau von 1902 bis 1916 eine Zellstofffabrik. Heute wird das Gebäude als Kulturzentrum und Kunstgallerie genutzt. Solltest Du, lieber Leser, bessere Informationen haben würde ich mich freuen, etwas dazu zu lernen, schreib mir bitte.

Karlstad Sliperiet
Wir genießen unseren Cappuccino im Sliperiet

Weiter geht die Fahrt in Richtung Karlstad durch die schöne Natur Schwedens. In Karlstad angekommen hat unser Landy erst einmal Pause und wir erkunden die Stadt per pedes.

Karlstadt Stadtrundgang
Wir lassen den Landy stehen und gehen zu Fuß

Karlstad

Karlstad, die Hauptstadt Värmlands, liegt am Mündungsdelta des Klarälven. Der größte Fluß Värmlands fließt hier in den Vänern, Schwedens größten See.
Der Ort ist aus dem mittelalterlichen Tingvalla hervorgegangen. Als König Karl IX  1584 die Stadtprivilegien an den Ort vergab, wurde sie umbenannt in Karlstad. Übrigens fand hier 1963 der erste öffentliche Auftritt (außerhalb Großbritaniens) der Beatles in der Aula der Sundstan-Schule statt. Wohl die größte Tochter der Stadt, jedoch nicht besonders beliebt bei den Schweden, war Sarah Sina Hedberg – uns besser als Zara Leander bekannt. Beliebt dagegen war ein anderer Sohn der Stadt, Gustaf Fröding, der wohl bedeutendste Lyriker der 1890er Jahre in Schweden.
Karlstads Symbol ist eine fröhlich Sonne, geprägt durch eine weitere Tochter der Stadt: Eva Lisa Holz. Sie arbeitete als Kellnerin in einem Gasthaus und war beliebt wegen ihrer immer freundlichen und herzlichen Art. Das brachte ihr, den Namen „Solar i Karlstad“ ein.

Karlstad Schweden
Vor dem Rathaus in Karlstad steht das Friedensmonument

Auf dem Platz vor dem Rathaus steht das Friedensmonument. Eine Frau hat ein gebrochenes Schwert in der Hand und hält mit dem Fuß den Kopf eines Soldaten fest. Für mich persönlich erscheint das nicht unbedingt ein Symbol des Friedens zu sein, aber das ist Ansichtssache. Wenn Du dort bist kannst Du Dir Dein eigenes Bild machen.

Mörudden Camping

Nach einer Stunde Stadtrundgang haben wir genug von Kunst und Kultur und sehnen uns wieder nach Ruhe und Natur. Wir besteigen unseren Landy und die Räder rollen weiter. Nach gut 15 km haben wir unsern Platz für das heutige Nachtlager erreicht, Mörudden Camping. Wieder einmal ist es recht leer auf dem Platz. Zügig haben wir uns eingerichtet, denn uns plagt der Hunger. Ein Blick hinunter zum See und schon wissen wir wo wir heute essen möchten.

Karlstadt Mörudden Camping
Schnell haben wir unseren Coleman, Geschirr und Getränke an den See getragen
Karlstadt Mörudden Camping Abendessen
Wir lassen uns das Rib Eye Steak mit Gemüse und Salat schmecken

Satt und zufrieden lassen wir nach einem Spaziergang den Abend mit einem, oder auch zwei Gläsern Wein ausklingen.

Karlstad Mörudden Camping Seebad
Zum Baden ist es uns noch etwas zu kalt
Karlstad Mörudden Camping Angler
Gegen Abend tauchen noch ein paar Angler auf
Karlstad Sonnenuntergang
Die Sonne geht unter, im Hintergrund die Silhouette von Karlstad

Zeit schlafen zu gehen. Und was erwartet uns morgen? Über Kristinehamn und Kunst von Picasso fahren wir weiter um den Vänern herum. Ziel ist der Naturcampingplatz Skräddaretorp.

Mai 2016
Karlstad – die sonnige Stadt

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2 Gedanken zu „Karlstad – die sonnige Stadt

  1. Hallo Kirsten, fast deinen gesamten Schweden-Blog habe ich mir im Dez angesehen. Deine Berichte und Fotos haben mir sehr gut gefallen! Bislang war ich noch nie in Schweden und als bekennende „Frostbeule“ habe ich mich immer Richtung Süden davon gemacht. Durch deinen Blog kommt es mir fast so vor, als hätte ich diese Reise selbst gemacht. Allerdings auf die bequeme Art: Ohne Planung, Kosten etc.

    1. Danke für das Lob 🙂 Na, dann, ab in den Camper und nichts wie hin da. Es lohnt sich alles mit eigenen Augen zu sehen…und wenn es Fragen zur Reiseplanung gibt, kannst Du mich gerne anschreiben.

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