Tunnel Creek

Heute haben wir uns noch einmal umgedreht und anschließend in Ruhe gefrühstückt.
Obstsalat, Müsli, Joghurt, Toast, Aufschnitt und gekaufte Marmelade. Wer mich kennt, es widerstrebt mir gekaufte Marmelade zu essen……wir haben gestern beschlossen, nicht auf die Gibb zurück zu fahren, sondern dieser Straße bis zum Ende zu folgen und dann den Weg auf dem Highway nach Broome fortzusetzen.

Unser erster Weg heute führt uns zum Tunnel Creek, einem unterirdischen Fluss, der 800m unter der Napier Range hindurch fließt. Das ist der Eingang.

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In der Trockenzeit kann man ihn ausgerüstet mit Taschenlampe durchwaten. Dabei kann das Wasser auch bis fast zur Hüfte reichen.

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Start in das unterirdische Abenteuer

In der Höhle sollen sich Aborigine-Felsmalereien befinden. Wir haben sie leider nicht gefunden. Wir waten weiter…..

Einsturzstelle im Tunnel Creek

Der beissende Geruch in der Höhle an der Stelle wo die Decke eingebrochen ist, verrät uns auch gleich wer hier wohnt.

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Blick hinaus…

Fledermäuse

Übrigens sind die Fledertiere nicht ur-australisch, sondern vor Millionnen Jahren über Indonesien eingewandert.
Fledermäuse reagieren extrem empfindlich auf Lärm und Licht, man soll sie im Tunnel auch nicht anleuchten. Als ich versehentlich einen an den Tropfsteinen hängenden Schwarm kleiner brauner Fledermäuse streife ist das Gezeter gross. Wir spüren den Luftzug der großen Flughunde, die fast lautlos über uns hinweg gleiten. Auf dem Hinweg haben wir uns mehr mit den bizarren Tropfsteinen an der Decke beschäftigt. Auf dem Rückweg lassen wir den Taschenlampenstrahl durch das Wasser schweifen. Verschieden große Fische und fast durchsichtige Süßwasser-Garnelen entdecken wir…… Und ein 2m langes Krokodil, das eigentlich gar nicht dort sein darf, dass entschwindet im Dunkel des Tunnels.
Übrigens auch WA hatte einst ein Great Barrier Reef, nur liegt das seit 250 Millionen Jahren trocken. Die freigelegten Kalksteinwände des Devonian Great Barrier Reef kann man auch im Tunnel Creek bewundern.
Auch Tunnel Creek erinnert mit einem Gedenksein an die tragische Geschichte des Aborigines Jandmarra, über die ich bestimmt noch schreiben werde.
Am Ausgang des Tunnel Creek treffen wir ein älteres australisches Pärchen, das uns nach unserem weiteren Weg fragt. Sie raten uns dringend davon ab, dieser Straße weiter zu folgen, sie kämen vom 60km entfernten Highway und hätten für die Strecke 1 1/2 h benötigt. Sie erklären uns, dass die „Straße“ im Aboriginegebiet liegt und diese sich nicht um den Zustand kümmern.

Weiter auf der Gibb River Road

Nun gut, wir fahren also die 45km wieder zurück und rauschen weiter auf der Gibb bis Derby.

Dite rote Outback-Piste

Eigentlich sind wir auch ganz froh darüber, denn nun sind wir sie von Anfang bis Ende gefahren. Andere sind nicht angekommen…

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Neue Unterkunft am Straßenrand

In einem gesonderten Bericht werde ich, wenn die Zeit es erlaubt, noch über die Gibb berichten. Ein Blick aus dem Fenster heute….

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Kilometer um Kilometer das gleiche Bild

Von Derby geht es 200km über den Highway nach Broome. Hier wollen wir die nächsten 2 Nächte bleiben.

Geheimnisvoller Tunnel Creek NP

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