Krakau – Zakopane – Campingplatz Stara Lesna – es regnet noch immer, alles ist nass und klamm. Heute kommen die Seitenwände der Foxwing zum ersten Mal zum Einsatz. Wir machen es uns gemütlich, essen und schmieden Pläne für den nächsten Tag: Hohe Tatra, die Eishöhlen von Dobsina, Tokaj…

Zakopane

Je weiter wir Richtung Zakopane kommen, desto mühseliger wird es. Durch viele Baustellen führt die Straße in die die touristische Ski Region. Trotzdem ist der kleine Ort einen Besuch wert. Allerdings finden wir, dass Du das Museum der Hohen Tatra getrost auslassen kannst, wenn Du kein polnisch sprichst. Alle Erklärungen sind in Landessprache – die englische Übersetzung in Plastikhülle ist uns zu oberflächlich – schade, von dem Museum hatten wir mehr erwartet. Aber die frischen Kartoffelpuffer mit Beeren, auf die Hand, von einem Stand in der Fußgängerzone, haben für Pluspunkte gesorgt, einfach lecker.

Zakopane

Der Ort lädt zum Bummel ein, ist liebevoll geschmückt, im Winter bestimmt ein Paradies. Eigentlich stand auch ein Besuch der Schanze auf unserem Zettel, aber der Nebel hängt bis ins Tal und der Regen hat wieder eingesetzt. Ich bin enttäuscht, hatte ich mich doch darauf gefreut. Schade, Ziel nun ist der Campingplatz Stara Lesna Richtung Grenze zur Slowakei.

Die Hohe Tatra

Wir bauen im strömenden Regen auf, lassen uns vom schlechten Wetter nicht ärgern. Kochen, essen, schlafen. Ich wache von den wärmenden Strahlen der Sonne auf dem Dachzelt auf. Robert ist schon auf und trinkt seinen Kaffee. „Öffne das Panoramafenstern“, ruft er mir zu.

Das Bergmassiv erhebt sich vor strahlend blauem Himmel mit kleinen tief hängenden Wölkchen. Voller Tatendrang frühstücken wir und packen.
Wir fahren zur Bergbahn, wollen ganz nach oben hinauf. Ausgebucht – wie jetzt? Nur eine kleine Gondel führt auf den über 2500 m hohen Gipfel – lange Gesichter Enttäuschung – wir fahren bis auf halbe Höhe, für 42 Euro und hocken, naja im Nebel.
Also liebe Leute, wollt ihr dort hinauf, ca. 2 Tage vorher reservieren.

Hohe Tatra
So kommen also die Getränke auf den Berg uns wieder hinunter

Es war schön dort oben auf halber Höhe, aber ich persönlich finde es zu teuer. Next Stopp Eishöhlen von Dobsina.

Plattenbau

Auf dem Weg dorthin kommen wir auch durch die Stadt Podrad.  Dort gehen wir einkaufen und bewundern die alten Plattenbauten mit dem Panorama der Hohen Tatra.

Eishöhlen von Dobsina

Wir fahren weiter, versteht sich Landstrasse. Steigung 12% hinunter ebenso, Serpentinen mit 20 kmh, durch arm erscheinende Dörfer. Die Grenze ist kaum als solche zu erkennen – schwups sind wir in der Slowakei.
Tolle Natur – Fahrerwechsel – Rückenpausen – keine Hetze, gegen 14:20 erreichen wir die Eishöhlen.

Dobsina

Wir passieren einen großer Torbogen – Narodny Park Slovensky, gehen an einem verfallenen Hotel vorbei und erreichen ein kleines Holzhaus. Ein alter man schüttelt den Kopf und zeigt auf seine Uhr. Nein, nicht wie Robert sagt 16 Uhr ist geschlossen, sondern in der Nachsaison 14 Uhr . Wir sind beide meeeeega enttäuscht – war es doch ein weiteres Highlight für heute. Diese Eishöhlen gehören zu den bedeutendsten der Welt, sind Weltnaturerbe. Es gibt feste momentan folgende Einlasszeiten: 9:39, 11:00, 12:30, 14:00 Uhr, außer montags und ab Oktober ist dann geschlossen.

Über Land gen Ungarn

Am Straßenrand stehen Männer und Jungs mit Körben und bieten frisch gesammelte Pilze an. Die Pilze sind riesig, sehen grandios aus, aber mir ist mulmig, ich mag nicht halten und wir kennen uns so gar nicht aus mit Pilzen. Im nächsten Dorf werden Beeren und Brot am Straßenrand angeboten. Allerdings haben wir nie jemanden etwas kaufen sehen. Die Dörfer sind noch einfacher geworden.

Manche Häuser, sehen wie ein Verschlag aus. Bunte Wäsche flattern auf auf Leinen. Hier auf 350 m haben wir über 20 Grad. Wir passieren riesige Sonnenblumenfelder. Sie sehen wie verbrannt aus, schwarz, denn sie sind verblüht.

Ungarn – Tokaj

…weiter geht die Reise gen Grenze. Es wird immer ursprünglicher, die Natur immer wilder, die Straßen kleiner. Nächste links. Auf der Ecke steht ein verfallenes geschlossenes Gebäude, von einer Grenzmarkierung geziert und einem Schild: wir sind jetzt in Ungarn.

Von nun an ist die Straße mehr oder weniger einspurig führt durch Wälder und Wiesen. Wir sind allein auf weiter Flur.
Irgendwann, kommt das erste ungarische Dörfchen in Sicht. Kinder mit schmuddeliger Kleidung spielen auf der Straße, die hier in der kleinen Ansiedlung breiter geworden ist. Staunend sehen sie uns hinterher. Auch die Männer, die sich vor einem verwitterten Haus unterhalten, scheinen einen Defender nicht so oft zu sehen.
Weiter geht die Fahrt, vorbei an Kürbis- und Sonnenblumenfeldern.

Ein braunes Schild zeigt uns, dass wir die Region Tokaj erreicht haben.


Die Region ist bekannt für ihren Wein und nach kurzer Zeit, gibt es Weinstöcke so weit das Auge reicht.
Wir nähern uns der Stadt Tokaj. Sie liegt am Zusammenfluss von Tisza und Bodrog. Dort soll sich ein schöner Campingplatz befinden. Unsere Fahrt endet auf einem matschigen Feldweg vor einem verrosteten, verbogenen Balken – hier war wohl mal ein Campingplatz. Zum dritten Mal heute stoßen wir uns die Nase, aber die ADAC-Camping App hilf weiter, und wir finden 2 km weiter unsere Übernachtungsstätte.

Durch die Hohe Tatra bis Tokaj

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6 Gedanken zu „Durch die Hohe Tatra bis Tokaj

  1. Hallo ihr Lieben,
    schön, dass ihr unterwegs seid.
    Ich hoffe, ihr habt bei euren nächsten Zielen mehr Glück.
    Herzliche Grüsse

    1. Hey Du, ja, wird sind unterwegs:-) tja, mit dem Glück ist so ne Sache, es stehen Öffnungszeiten dran, aber das heisst gar nichts – wie bei den kleinen Holzkirchen, eigentlich, wie heute, 9-16 Uhr, wir waren gegen 11 dort, geschlossen. Nachsaison – noch ziemlich ursprünglich hier, aber wunderschön LG Kirsten

    1. Wir werden sehen – neben mir rauscht ein Bach, Hunde heulen, Robert ist gerade ins Bett verschwunden-Rumänien ist echt klasse. Haben gerade bei Ankunft hier in der Einöde auf dem Platz ein rumänisches Pärchen getroffen und sie haben unsere Reise ergänzt- mit Händen und Füßen zusammen über der großen Landkarte- echt klasse LG von irgendeinem Bach Lauf mit Blick auf den großen Waagen

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