Connecticut Chapman Falls

Chapman Falls

Heute Nachmittag wollen wir zu den Chapman Falls fahren, aber erst gehe ich wieder mit zum CrossFit. Heute sieht es im Studio anders aus. Es ist voll, schon auf der Straße kommen uns Läufer entgegen. Im Studio werden Gewichte gestemmt, Trainierende stehen im Handstand an der Wand und drücken sich rauf und runter, einige kommen hereingelaufen, andere laufen gerade wieder hinaus, sie feuern sich gegenseitig an „hey guys, good job“ „hey guys, you manage it“- oh je und da mache ich gleich mit?

CrossFit 033
CrossFit – Hier wird das tägliche Programm notiert und jeder schreibt seine Ergebnisse auf

Heute gibt ein festes Programm, es ist an einer großen Wand aufgeschrieben. Dort schreib übrigens auch jeder seine Zeit am Ende des Trainings auf.

Aufwärmen:
– 250m rudern
– 10 Pass-throughs
– 250m rudern
– 10 Spidermans
– 10 Halos
– 250m rudern
– 10 inchworms with a push-up
– 10 air squats
– weiteres Aufwärmen an den Gewichten

Hauptprogramm
–  400m Sprintlauf
– Gewichte stemmen (-50% Max)
Das ganze 5 x.

Das Aufwärm-Programm ist absolviert. Ich habe statt des Gewichthebens, andere Zwischenübungen bekommen. Und für das Hauptprogramm ist bei mir ein Radsprint nach dem Laufen angesagt. Kurzum, ich bin am Ende platt und pfeife aus dem letzten Loch! Hut ab vor diesen super trainierten Sportlern. CrossFit – einen neue Herausforderung!

Am frühen Nachmittag holen wir die Kleine von der Schule ab und fahren zusammen zu den Chapman Falls.

Devil Hopeyard State Park

Die Chapman Falls befinden sich in dem Devil Hopeyard State Park. Viele Geschichten ranken sich um den Namen Devil. Früher wurde in dieser Gegend viel Bier gebraut und deshalb Hopfen angebaut. So auch von dem Farmer Dibble, der wohl ein Pächter des Lands gewesen sein mag. Über die Jahre wurde dann im Sprachgebrauch vermutlich aus dem Dibble der Devil.
Aber es gibt auch noch eine andere Geschichte. Bei den Wasserfällen gibt es Vertiefungen, wie große runde Schlaglöcher. Man sagt, der Teufel habe die Wasserfälle passiert und dabei sei sein Schwanz nass geworden. Vor lauter Wut habe er so mit den Hufen geschart beim Davonrennen, dass die Löcher entstanden sind.

Der Teufel spielt Violine

Die meist verbreitetste Geschichte jedoch ist die, das der Satan oben auf den Felsbrocken Violine gespielt hat, während die Hexen in den kesselähnlichen Schlaglöchern ihren Sud gebraute haben. Die Geschichte des einsamen Reisenden, der zu lange dem Bier in der Kneipe gefrönt hat und dem dann teufelsähnliche Gestalten erschienen sind, scheint die unglaubwürdigste zu sein.

Wasserfall Connecticut
Leider liegt der Wasserfall schon im Schatten und sieht deshalb eher unspektakulär aus

Wie dem auch sei, wir gucken uns den Wasserfall am Parkeingang an und wandern los. Der Weg ist vereist und unheimlich glatt. Die Sonne erreicht das Tal hier kaum. Wir überlegen, ob wir überhaupt weiter gehen sollen. Jedoch, als wir etwas höher sind, ist kaum noch Schnee zu sehen und das Eis auf den Wegen geschmolzen. Auf dem Pfad hinauf werden munter Weihnachtslieder gesungen. Der Wald ist naturbelassen. Aus den quer über den Weg gefallenen Bäumen ist einfach nur ein Stück herausgesägt, um den Weg wieder passierbar zu machen. Sofern die Kinder nicht singen, ist auch das Rauschen des Eightmile Rivers zu hören.
Ca. 30 min später befinden wir uns an einem Punkt mit einem sagenhaften Blick über das Tal.

Sonnenuntergang
Sonnenuntergang im Devil Hopeyard Park

Lost

Jedoch geht die Sonne schon wieder unter, 16:10 Uhr. Weiter fröhlich singend treten wir den Rückweg an. Jedoch kommt mir die Gegend nach kurzer Zeit unbekannt vor. Diesen Weg sind wir nicht hinauf gegangen. Kurzum er endet unten am Fluß. Es wird langsam schummrig, die Sonne ist hinter dem Bergkamm verschwunden. Es ist eisig und glatt, wir müssen aufpassen nicht in den Fluß zu rutschen. Die Kinder sind verstummt. „Hey, we are lost…..“, schallt es hinter mir. „We only take another way back“, antworte ich. Irgendwann wird schon die Brücke kommen, die wir vorhin überquert haben. Und die Bären werden uns wohl nicht gleich als Mahlzeit ansehen.

Connecticut
Im Tal am Eightmile River angekommen endet der Weg

Meine Beine gehorchen mir nicht, der eine Fuß wandert nach links, der andere nach rechts auf dem glatten abschüßigen Untergrund. Das sorgt für Gelächter hinter mir. Schräg über uns befindet sich ein Felsüberhang, von dort hören wir Stimmen. Wir müssen wieder nach oben, vorbei an riesigen Eiszapfen erreichen wir unseren Weg und verlassen als letztes Auto den Parkplatz.

Connecticut Devil Hopeyard Park
Wir passieren mannshohe Eiszapfen

Zu Hause angekommen gibt es Abendbrot……Morgen ist Heiligabend, ich bin gespannt!

 

Chapman Falls

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