Cable Beach

Cable Beach

6:30, mit einer Tasse Tee sitze ich unter den schattenspendenden Bäumen und schreibe meinen Bericht von gestern – aber mit den Gedanken schon am Strand, Cable Beach.

Good morning

Geweckt hat mich das Krähen eines Hahnes, der noch immer nicht Ruhe gegeben hat. Das Pärchen neben uns sitzt auch schon vor seinem Zelt. Schräg gegenüber befindet sich ein kleines Iglu Zelt. Stühle stehen kreuz und quer davor, Kissen liegen auf dem sandigen Untergrund, eine Hängematte ist zwischen den Bäumen gespannt und auf der Leine baumelt ein Batikshirt in blaulila.

Caravan Park
Luxus, hier haben wir Strom

Vom High-Tec-Mobil, über Camper wie unseren, riesige Wohnwagen, oder eben Aussteiger-/Backpacker mit kleinen Zelten, auf diesem Platz ist alles vertreten. Wir sind in Broome auf dem Cable Beach Camping Platz, in Küstennähe. Der Platz hat für 2 Nächte mit Strom 90 AU$ (ca. 60 €) gekostet. Er bietet Barbequeplätze, ein etwas renovierungsbedürftiges Haus mit Toiletten und Duschen, Waschmaschinen mit reichlich Möglichkeiten zum Trocknen der Wäsche, eine gut ausgestattete Rezeption mit sehr freundlichem Personal und einen hübschen Pool.

Traumhafter Strand!

Vögel am Strand
Was für ein toller Strand

Wir gehen zum Strand. Traumhaft! Das ist der schönste Strand, den wir jemals gesehen haben. Soweit das Auge reicht, weißer Sand und türkises Wasser.

Indian Ocean
Der Indische Ozean, so weit das Auge reicht

Vereinzelt stehen ein paar Schirme am Strand und ein paar Menschen tummeln sich im indischen Ozean. Es ist Ebbe, Felsen ragen aus dem Wasser. In den Felsen finden wir fossile Einschlüsse von Tieren aus der Vorzeit.

Was mag das sein?
Versteinerungen am Felsen

Auch der Abdruck eines Dinos soll sich hier in der Nähe befinden.

Krebs
Bloss nicht die Füße verbrennen

Kleine Krebse flitzen seitwärts über den heißen Sand und verschwinden in kleinen Löchern. Wir beobachten das Treiben. Sie rollen kleine Sandkugeln hinaus. Neben den Löchern stehen Vögel in Lauerstellung um einen Krebs zu fangen und zu verspeisen.

Krebs
Wieder zu Hause angekommen

Heute Abend wollen wir einen Kamelritt zum Sonnenuntergang machen. Wir gehen am Strand entlang und suchen die Station. Ich gehe die Dünen hinauf durch rote Felsen und rotgefärbten heißen Sand, die Augen auf den Boden gerichtet. Zwar haben wir SIE bisher nicht gesehen, aber nun wissen wir, auch SIE gibt es wirklich. Australiens Schlangen. Überall sind die Kriechspuren zu sehen. Vorsichtig trete ich den Rückzug an.

Broome

Wir nehmen vom Strand den Bus und fahren nach Broome. Diese Kleinstadt hat uns bisher, neben Darwin am besten gefallen. Im Info Center wollen wir nun die Tour buchen. Doch, meine Enttäuschung ist groß, Robert ist zu schwer, 90 kg ist das Limit und die hat man mit 2m schnell überschritten.

Wir schlendern durch die Straßen, ein Radfahrer hält neben uns mit langem grauen Bart: „…are you lost?“ Wer schlendert schon bei der Temperatur draußen herum….
Auf dem Markt ersteht Robert einen Hut aus geölter Baumwolle. Ich finde wieder keinen Ersatz für meinen verlorenen Schatz. Ich möchte meinen Hut zurück.

Hut vom Markt
Ein neuer Hut

Ein Zwischenstopp in der Matsos Brewery verspricht eine kühle Erfrischung. Ich trinke ein Mangobeere und Robert eines mit Boab versetzt.
Bei dem anschließenden Besuch des Supermarktes erstehen wir wieder australisches Lamm. Die Fleischpreise sind hier, verglichen mit unseren, sehr günstig. Die Qualität ist fantastisch!

Am Pool

Wieder auf dem Zeltplatz wollen wir uns ein wenig im Pool abkühlen und in den Schatten legen. Der Pool ist etwas nierenförmig angelegt. Von seitlichen Felsen schießt Wasser über Felskanten in den Pool. Die Temperatur ist herrlich, nicht so warm wie sonst, da alles ein wenig größer ist. Rundherum stehen hölzerne Liegen.
Als wir ankommen, gegen 14:00 Uhr sind wir bis auf ein paar Kids alleine. Der Pool füllt sich, ob Kids oder Silberrücken, alle stehen oder sitzen IM Pool mit oder ohne Shirt, inzwischen sind auch alle Liegen belegt.

Die Aussies sind ein munteres, offenes Völkchen, stürzt man sich mit in das Poolleben, wird man auch gleich in die Konversation eingebunden, in Deutschland undenkbar.
Wir trollen uns zu unserem Platz, mir ist es inzwischen zu laut, Robert möchte noch Wäsche anstellen. 3 AU$ kostet das Vergnügen und dauert um die 30 min, dann riecht wieder alles frisch. Große Plätze mit Wäscheleinen sind vorhanden.

Sonenuntergang am Traumstrand

Es ist fast 17:00 Uhr, auf geht’s zum legendären Sonnenuntergang am Cable Beach. Alle strömen dort hin. Es bietet sich mal wieder ein sensationelles Naturschauspiel, durch die Wolken, sieht das Meer in rot getaucht, dramatisch aus.

Sonnenuntergang
Das mußt Du mit eigenen Augen sehen
Sunset
Der Himmel brennt

Wellenreiter warten auf den großen Ritt…..wir genießen das prächtige Farbenspiel.

Surfer
Surfing Australia

Wieder am Camper brutzelt Robert uns noch einleckeres Mahl und wir besprechen die Route für morgen.

Es stehen um die 650 km an. Ziel wird der Karinji NP sein. Empfang?

PS.: ganz vergessen habe ich zu berichten über den Gefängnisbaum, einen riesigen tausend Jahre alten Boab. Damals als die europäischen Siedler in das Land eindrangen, damals als sie begannen die Aborigines in ihrem Land zu unterdrücken, damals als sie begannen dem Naturvolk ihre Regeln aufzudrücken, wiedersetzten diese sich natürlich auch. Sie wurden gefangen genommen und der Platz an dem Baum wurde zur Übernachtungsstätte. Während die Polizisten vor dem Baum geschlafen haben, mussten die Aborigines im inneren des Baumes als Nachtfestlegung stehen.

Boab
Die Vorstellung hier eingesperrt zu sein macht mir Platzangst
Broome-Cable Beach

Beitragsnavigation


4 Gedanken zu „Broome-Cable Beach

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: