Alte Geschichten

Wirnin der große Emu lebte hoch oben im Himmel. Jeden Tag wenn sie hinunter sah, sah sie die „brolgas“ tanzen und ihre Flügel schlagen. Wirnin wollte den Tanz gerne lernen und flog hinunter. Sie fing an mit ihren riiiesigen Schwingen zu tanzen. Die anderen konnten nicht mehr tanzen und wurden ärgerlich.

Sie sagten, deine Schwingen sind zu schwer und zu groß, lass uns sie schneiden, dann kannst du tanzen wie wir. Wirnin ließ sich ihre Schwingen stutzen, unwissend, dass die anderen nur eifersüchtig auf ihr prächtiges, großes Gefieder waren.

Als sie genug getanzt hatte wollte sie Heim fliegen. Jetzt erst realisierte sie was passiert war. Sie konnte nicht mehr fliegen und wurde krank vor Angst. So besuchte sie Warragayin den großen Adler, ihren guten Freund. Sie sagte, wenn ich sterbe, tragt mich bitte zusammen in mein Nest und verbrennt alles mit mir. Die Adler stimmten zu. So versuchte sie auf der Erde glücklich zu werden. Sie baute ein Nest, legte Eier, aber immer passierte irgendetwas und alles wurde zerstört, immer wenn sie neue Eier legte, Tag für Tag und Monat für Monat. Wirnin wurde sehr krank und starb. Die Adler trugen sie hinauf in den Himmel und erfüllten ihr Versprechen. Noch heute kann man den Rauch des Feuers am Nachthimmel sehen, man nennt es heute die „Milchstraße“. Und wenn man genauer hin sieht, erkennt man Wirnins Schatten und Kopf.

Die Autorin der Geschichte

Das sagt die Sage aus dem Buch von Ngay Janijirr Ngank, aus dem Stamm der Nyulnyul „this are my words“. Ich habe mir das Buch vor ca 2 Wochen an der Aborigine-Station gekauft. Die Texte berichten über Geschichten, Traditionen, über die alte Zeit. Die sind spannend und mystisch.
Ich komme in diesem Zusammenhang auf die Geschichte, da ich mich über die possierlichen Emus weiter informiert habe. Heute kreuzte ein Vater mit seinen 5 Kindern den Hihgway.

Woher ich weiß, dass es der Vater war? Das Weibchen verlässt das Gelege, das Männchen harrt ca 8 Wochen auf den Eiern aus, verliert dabei um die 7 kg, solange bis die Kleinen geschlüpft sind….warum tut das Weibchen das? Beim Blick auf die Milchstraße versuche ich Wirnin zu erkennen.

Start in den neuen Tag

Guten Morgen, ein neuer Tag. Da ist der rote Ball wieder…die Mythen der Nacht verblassen im Licht er aufgehenden Sonne.

Francois Peron Nationalpark
Rote Piste so weit das Auge reicht

Zurück geht es über die tiefe rote Piste. Anschließend heißt es, Druck auf die Reifen und ab gen Kalbarri NP.

Billabong Roadhouse
Zwischenstopp am Roadhouse

Billabong Roadhouse

Natürlich kommen wir auch wieder an einem Roadhouse vorbei, dem Billabong Roadhouse. Mich fasziniert es immer wieder. Man steigt aus dem Auto, Truckermusik schallt hier und da aus den Lautsprechern, Menschen begegnen sich, jeder Stopp hat seinen eigenen Charme.

Billabong Roadhouse
Sausage Rolls….lecker
Billabon Roadhouse
…für die Cowboys von morgen 😉
Billabong Roadhouse
Hier gibt es fast alles!
Billabong Roadhouse
Fotos der Gäste zieren die Wände
Billabong Roadhouse
Einmal Känguru sein

Kalbarri NP

Wir erreichen einmal mehr einen NP. Der Kalbarri NP ist wunderhübsch, ein Fluss hat über Millionen Jahre Schluchten in die Felsen gegraben. Ein Stein, geformt wie ein Fenster lädt für ein Foto ein.

Kalbarri Nationalpark
Die nächste Atttraktion wartet
Kalbarri Nationalpark
Der Fluß hat sich in die Felsen gegraben
Kalbarri Nationalpark
Farbenfrohe Büsche im Park
Kalbarri Nationalpark
Fenster mit Aussicht

Es ist spät geworden, wieder liegen knappe 400km hinter uns. Wir benötigen noch eine Unterkunft und fahren in den Ort Kalbarri. Rechtsseitig erstreckt sich das Meer mit einer sagenhaften meterhohen Brandung, linksseitig befinden sich Läden und Restaurants. Ich freue mich schon auf den folgenden Spaziergang.
Der Campingplatz, den Robert heraus gesucht hat ist voll. Schade, aber macht nichts. Wir fahren zum nächsten Platz, auch voll. Auch der letzte Platz im Ort ist ausgebucht. Wir fahren zurück in Richtung Nationalpark, Fehlanzeige, ausgebucht!…..und nun? Wirds langsam brenzlig, die Dunkelheit kommt schnell.

Kein Platz für die Nacht

CampWiki hilft, ein MUSS für alle die auf Tour sind! Die ganze Zeit hat diese App gute Dienste geleistet. Auch heute Abend hat sie uns gerettet. Es ging wieder zurück durch den Ort und auf der anderen Seite weiter.  Um 18:00 Uhr haben wir den Platz endlich erreicht. Gehalten hätten wir hier ohne den Tipp nicht! Zu unscheinbar und abweisend die Abfahrt.

Der Blick vom Platz auf das Meer ist sensationell. Allerdings kann man hier nur bar bezahlen. So gibt es nur unpowered für uns, für den Platz mit Strom in erster Reihe reicht das Bargeld nicht mehr. Der Platz ist in die Jahre gekommen, die sanitären Anlagen sind mau. Auch die Apartments erinnern an den Charme längst vergangener Zeit,

Campside

Campside
Übrigens habe ich langsam das Gefühl am Nordpol zu sein, tropische Hitze, Wüstenwärme etc, vorbei!

Campside
Bericht an die Leser

Heute Abend habe ich definitiv die Sommer- und Badesachen in die Abseite verbannt und die dicken Sachen hervorgeholt. Zum Wandern in der Sonne, ohne Wind ist es noch warm, aber die Nächte sind ziemlich kalt.

campside

Die Sonne versink im Meer, das Meeresrauschen schaukelt uns in den Schlaf…..

Billabong Roadhouse – Kalbarri NP

Beitragsnavigation


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: