An der frischen Luft

Die Luft wird frischer. Gestern haben wir noch lange draußen gesessen. Auf einer kleinen Erhebung in den Dünen. Wir haben uns zu einem australischen Paar hinzugesellt und gemeinsam die untergehende Sonne beobachtet. Im Vordergrund das relativ flache Wasser, dahinter das Riff und die sich im Abendlicht brechenden Wellen.

Und plötzlich, dahinter ein riesiger Wal, der aus dem Wasser springt und elegant eintaucht, mein Mund steht offen und die Kamera liegt auf dem Tisch….leider kein Bild.

Anschließend gesellt sich noch ein weiteres Paar zu uns. Die anderen gehen schlafen. Wir sitzen noch lange zusammen und quatschen über Australien, Europa und Aborigines. Die Sterne leuchten, aber es ist arschalte Luft, wie der Nordeutsche sagt. Kühle Brise, kühle Temperatur….auch die anschließende Nacht ist frostig. Greetings to Sarah and Brad. We hope to see you again one day and have a nice holiday in Europe at Christmas. If you pass from Hamburg, our doors are open. Nice to spend the time with you.

Kängurus am Morgen

….und so rollen um 7:00 morgens die Räder wieder. Die Zeit, in der auch die  Kängurus unterwegs sind. Vorsicht auf der Straße ist zu 150% geboten…

Känguru
Was wollihr hier so früh am Morgen?
Känguru
…und tschüß!
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Wir halten und werden neugierig beäugt

Auf 10km kreuzen mehr als 50 Kängurus unseren Weg. Traurig sind die Opfer der Nacht. Wir passieren ein riesiges Känguru am Straßenrand liegend, daneben steht das Kleine und bewegt sich nicht von der Seite der Mutter weg. Im Naturschutzgebiet darf man 80 kmh fahren. In den Morgen- und Abendstunden ist das für mein Empfinden definitiv viiiiiel zu schnell. Dort wo die Kängurus ihre Wechsel haben liegen wieder viele, zu viel Autoopfer. Leute fahrt in diesen Stunden langsam und habt ein Auge links und rechts der Fahrbahn!!!

…wir haben heute Schlappe 800km vor uns !!! ….direction Perth. Langsam nähern wir uns unserem Rückflugort. Wir sind ganz gut im Zeitplan. Langsam hat sich die Luft auch wieder erwärmt.

Street
Die unendliche Straße

Km-weit immer das Gleiche links und rechts der Straße, Sand in verschiedenen Farben, Steppe, Buschland, Steppe, Buschland….

Street
100 km weiter

Nur das tote Wild an und auf der Straße hat sich geändert, Wildschweine und Füchse gehören nun auch zu den Opfern.

Große Emus begleiten die Fahrt, aber glücklicherweise lebendig.

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Abwechslung am Roadhouse

Minilya Bridge Roadhouse

Am Minilya Bridge Roadhouse, knapp unterhalb des Wendekreises des Steinbocks, treffen wir ein deutsches Mädel. Vor 1 1/2 Jahren ist sie in Deutschland gestartet. Momentan jobbt sie im Roadhouse für 21 AU$ die Stunde inkl. Verpflegung und Schlafplatz. Sie erzählt uns, dass es relativ leicht sei einen Job außerhalb der Städte zu finden. Innerhalb sei es schwieriger und das Leben auch viel teurer. Sie empfiehlt uns die homemade sausage rolls, die wir sowieso schon als ein sehr leckeres Mittagessen an den Roadhouses ausgemacht haben.

Kilometer
Weitere 1000 km sind voll

Weiter geht die Fahrt. Wahrscheinlich sieht man es hier nicht, aber nun sind wir 5000 km unterwegs.

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wider 100 km weiter

Monotonie

….100 km nur gerade aus. Es zieht sich, auf Dauer wird es langweilig….die Straße endet nicht, die Sonne steht schon wieder tief am Himmel.

Endlich, endlich am heutigen Ziel angekommen, dem Monkey Mia Dolphin Resort im Shark Bay Marine Park.  Enttäuschung nach so langer Fahrt. Der Zeltplatz ist ausgebucht, und nun? Zum Glück werden wir nicht weggeschickt, bekommen eine Ecke zugewiesen, zwar nicht hübsch, aber wir dürfen bleiben.

Der Weg führt uns dann zuerst an den Strand. Pelikane putzen sich in der Abendsonne. Sie sind ganz zutraulich, auf 1 m passieren die Spaziergänger die putzigen Vögel.

Pelikane
Abendputz bei den Relikanen

Sonnenuntergang

Die Abendluft kühlt sich schnell ab

Die Sonne geht auch hier bunt unter. Nicht nur frische Luft, ein ganzer Tag im Auto macht auch müde. So kommen noch schnell die Lammsteaks auf den Grill. Dazu essen wir Reis….wir sind gespannt auf morgen.

1. September-on the road again

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4 Gedanken zu „1. September-on the road again

  1. Ich wusste gar nicht, dass man dort Wale sehen kann. War bestimmt ein tolles Erlebnis!
    Traurig mit den überfahrenen Kängurus. Muss man da die Polizei oder einen Ranger oder so rufen, wenn ein Baby sieht, dessen Mutter gestorben ist?

    1. Ja, man kann auch Touren machen zur Beobachtung der Wale.

      Hier liegen so viele überfahrene Tiere an und auf der Straße, scheint keinen zu interessieren. Es gibt Aufzuchtsrationen, wie z.B. dort als ich das Kleine auf dem Arm hatte, aber ersichtlich ist das hier nicht wohin man sich wenden könnte.

  2. Ihr esst sehr oft Lamm, was ja auch sehr lecker ist. Habt ihr irgendwann auch Kägurufleisch probiert, oder wird das nicht angeboten? Oder würdet ihr das auf keinen Fall essen wollen, weil euch diese Tiere ans Herz gewachsen sind?!

    1. Moin Gisa,
      wir wollten eigentlich Känguru-, Emu- und Krokodilfleisch probiert haben. Haben wir aber nicht, was mich im Nachhinein schon ein wenig ärgert. Nicht, weil uns die Tiere ans Herz gewachsen sind, sondern weil wir es zum Ende unserer Reise einfach nicht mehr im „Regal“ gesehen haben. Während es das Fleisch rund um das Outback häufiger zu kaufen gab, haben wir es auf der Fahrt Richtung Perth dann gar nicht mehr gesehen. Bei den Australiern ist das Fleisch nicht so beliebt, während es bei den Aborigines früher die wichtigste Fleischquelle war.
      VK Kirsten

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